22.04.2021

Umgang mit der 6-Monatsfrist bei Vereinswechseln

Liebe Fußballfamilie,

aufgrund der besonderen Situation mit der seit November andauernden Unterbrechung

des Spielbetriebes wegen der Covid-19-Pandemie kamen vermehrt Fragen zum Umgang

und der Berechnung der 6-Monats-Frist auf. Diese dürften sich aufgrund des durch den

NFV-Verbandsvorstand gestern beschlossen Saisonabbruchs vermehren, da nun die

Planungen für die kommende Spielzeit aufgenommen werden können. Somit möchten

wir mit diesem Schreiben über den Umgang mit der 6-Monats-Frist bei Vereinswechseln

informieren.

Viele Spieler hatten aufgrund der Saisonunterbrechung ihren letzten Pflichtspieleinsatz

am letzten Oktober-Wochenende – oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt.

Dies hätte bei Vereinswechseln unter Anwendung der sog. 6-Monats-Regel gem. § 5

Abs. 3 f) SpO die Folge, dass alle Spieler bereits spätestens im Mai 2021 wieder für einen

neuen Verein spielberechtigt wären, selbst wenn sie vom abgebenden Verein die

Nichtzustimmung erhalten haben und/oder außerhalb der Wechselperiode den Verein

wechseln. Hiernach könnten Spieler folglich jetzt und auch in der Wechselperiode I den

Verein wechseln und eine sofortige Spielerlaubnis erhalten, ohne dass der abgebende

Verein eine Ausbildungsentschädigung verlangen könnte.

Durch die Ermächtigung des DFB ist 2020 in § 5 Abs. 3 f) SpO jedoch ein Zusatz bei der

Regelung zur Berechnung des 6-Monats-Zeitraums aufgenommen worden, der besagt,

dass die Zeiträume, in denen der Spielbetrieb aufgrund der Covid-19-Pandemie

ausgesetzt ist, nicht bei der Wartefristermittlung berücksichtigt werden.

Für die kommende Wechselperiode I und auch für Vereinswechsel zum jetzigen

Zeitpunkt bedeutet dies, dass die 6-Monats-Frist keine Anwendung für den Zeitraum der

Aussetzung des Spielbetriebs findet (seit November 2020).

Um Wartefristen zu ermitteln, könnten somit nur die Zeiträume einbezogen werden, in

denen der Pflichtspielbetrieb stattgefunden hat und nicht ausgesetzt wurde.

Somit tritt der oben geschilderte Fall, dass wechselnde Spieler ab Mai 2021 sofort

spielberechtigt für den neuen Verein sind, nicht ein.

Da das Ende der Aussetzung und eine Freigabe des Spielbetriebes derzeit noch nicht

absehbar ist, wird die Passbearbeitung bei Vereinswechseln ohne Zustimmung und

Wechseln außerhalb der Wechselperioden vorerst und ab sofort – bis zur Freigabe des

Spielbetriebes durch das Land Niedersachsen und den NFV – ausgesetzt, da andernfalls

keine korrekte Ermittlung der Wartefrist stattfinden kann. Wir bitten dies zu

berücksichtigen.

Kann die Wechselperiode unter den gewohnten Rahmenbedingungen stattfinden –

wovon wir momentan ausgehen -, erhalten Spieler mit Nichtzustimmung eine Wartefrist

bis maximal zum 01.11.2021, unabhängig davon, wann das letzte Pflichtspiel im Spieljahr

20/21 bestritten wurde. Diese kann aber – wie gewohnt – durch Zahlung einer

Ausbildungsentschädigung oder durch nachträgliche Einigung in eine sofortige

Spielerlaubnis umgewandelt werden.

Leider können wir auch noch nicht mitteilen, wann der Pflichtspielbetrieb wieder starten

wird, da noch immer die Abstands- und Kontaktbeschränkungen gelten. Insofern sind wir

weiterhin an eine Freigabe durch die zuständigen Behörden gebunden. Nach erfolgter

Freigabe werden wir aber alle Vereine umgehend informieren.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 13.05.2021